„War gut“.
So knapp kommentierte Kapitän Joris S. das 9:6 (Halbzeit 5:4) der Liether Teufel bei Teutonia 05.
Man könnte aber auch ein paar Worte mehr über die ausgesprochen unterhaltsame Partie schreiben.
Zum Beispiel, dass das Spiel fast nicht stattgefunden hätte, weil Trainer Lars Gersdorf nicht genug Spieler zur Verfügung hatte. Nur weil Luis M. nach sechs Monaten Verletzung gerade noch rechtzeitig fit wurde, der zweite Torwart Max ins Mittelfeld wechselte und Elias nach 18 Monaten reaktiviert wurde, brachen 12 Spieler an die Baurstraße auf.
Der angesetzte Schiri konnte es hingegen nicht einrichten, so dass ein Teutonia-Trainer die Spielleitung übernahm und das richtig gut machte.
In den ersten Minuten sah es übel aus für die zusammengewürfelten Liether. Nach acht Minuten hieß es 2:0 für Teutonia. Die euphorisierten Gastgeber setzten nun weiter auf Offensive - und rannten ins Verderben. Denn so lieferten sie die Räume, die unser Torjäger Diego so liebt. Nach 21 Minuten stand es 3:3 - dreimal war Diego der Torschütze. Im Gegensatz zu Schnelsen in der Vorwoche teilte Teutonia Diego auch danach keine Sonderbewachung zu, so dass Diego es bis zum Spielende auf sieben (!) Treffer brachte.
Doch auch das hätte nicht gereicht, wenn sich nicht alle Spieler restlos reingehauen hätten. Rückkehrer Luis M. erzielte sogar ein Tor, als er bei einem Konter nach 53 Minuten mit nach vorn sprintete. Auch Torhüter Max war mit einen Assist dabei. Tor Nummer neun erzielte Elyas.
Die Liether Teufel bleiben damit im Vorderfeld der Tabelle und haben nun Punktspielpause. Als Nächstes geht es im Polal gegen den Staffelkonkurrenten Egenbüttel.